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Gelbe Korbnetzspinne

Informationen zur Spinnenart

Gelbe Korbnetzspinne

Aussehen:

Die Gelbe Korbnetzspinne (Nuctenea umbratica) ist eine mittelgroße Spinne mit einer Körperlänge von etwa 1,2 bis 1,5 Zentimetern bei den Männchen und 1,5 bis 2,5 Zentimetern bei den Weibchen. Die Grundfarbe des Körpers ist gelbbraun bis dunkelbraun, wobei der vordere Teil des Körpers oft heller ist als der hintere Teil. Die Spinne hat acht Beine, die ebenfalls gelbbraun bis dunkelbraun gefärbt sind und mit hellen Flecken und Streifen versehen sein können. Die Gelbe Korbnetzspinne hat auffällige schwarze Cheliceren, die wie bei vielen Spinnen als Kiefer dienen. Die Augen der Spinne sind in zwei Reihen angeordnet, wobei die mittleren Augen in der oberen Reihe größer sind als die anderen Augen. Die Weibchen haben einen größeren und breiteren Körper als die Männchen und können auf dem Hinterleib eine weiße, gelbe oder rote Zeichnung tragen, die wie ein X oder ein Herz aussieht. Wie ihr Name schon sagt, webt die Gelbe Korbnetzspinne ein körbchenförmiges Netz, das sich oft in Bodennähe zwischen Pflanzen befindet. Das Netz ist typischerweise unregelmäßig und besteht aus unregelmäßigen, dichten Fäden. Die Spinne verbringt die meiste Zeit in ihrem Netz und wartet auf Beute, die darin hineinfliegt.

Verbreitungsgebiet:

Die Gelbe Korbnetzspinne (Nuctenea umbratica) ist in Europa weit verbreitet und kommt von Skandinavien bis in den Mittelmeerraum vor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich auch nach Asien, wo die Art in Ländern wie Kasachstan, China und Japan gefunden wurde. In Nordamerika ist die Art als Neozoon, also als eingeführte Art, verbreitet und wurde erstmals in Kanada und den USA im 20. Jahrhundert nachgewiesen. Die Gelbe Korbnetzspinne besiedelt in Europa verschiedene Lebensräume wie Wälder, Gärten, Parks und Felder und ist auch in städtischen Gebieten zu finden.

Lebensraum:

Die Gelbe Korbnetzspinne (Nuctenea umbratica) bewohnt verschiedene Lebensräume wie Wälder, Gärten, Parks, Wiesen und Felder. Sie bevorzugt jedoch feuchtere Habitate wie sumpfige Gebiete oder Standorte in der Nähe von Gewässern. Die Spinne baut ihr körbchenförmiges Netz oft in Bodennähe zwischen Pflanzen oder an Felsen und Mauern. In städtischen Gebieten kann sie auch in Parks, auf Friedhöfen oder an Gebäuden gefunden werden. Die Gelbe Korbnetzspinne ist in Mitteleuropa häufig und weit verbreitet und kommt bis in eine Höhe von etwa 2000 Metern vor. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume und ihrer Toleranz gegenüber menschlicher Aktivität ist sie in vielen Regionen ein häufiger Bewohner von Gärten und Parks.

Verhalten:

Die Gelbe Korbnetzspinne (Nuctenea umbratica) ist eine nachtaktive Spinne, die tagsüber in ihrem Netz ruht und nachts auf Beutefang geht. Sie baut ihr körbchenförmiges Netz in Bodennähe und versteckt sich oft in der Nähe, um auf vorbeikommende Beute zu lauern. Die Spinne kann ihre Netze schnell reparieren und bei Bedarf auch komplett neu bauen. Die Gelbe Korbnetzspinne ernährt sich hauptsächlich von Insekten wie Fliegen, Mücken, Schmetterlingen und Käfern. Sie kann ihre Beute mit ihren starken Cheliceren und Giftdrüsen schnell töten und dann in Ruhe verspeisen. In der Fortpflanzungszeit baut das Weibchen ein größeres Netz, in das es einen Eikokon legt. Die Jungspinnen schlüpfen im Frühling und wachsen schnell heran, um selbstständig auf Beutefang zu gehen. Die Gelbe Korbnetzspinne ist eine relativ kurzlebige Art und erreicht in der Regel ein Alter von etwa einem Jahr.

Ernährung:

Die Gelbe Korbnetzspinne (Nuctenea umbratica) ernährt sich hauptsächlich von Insekten wie Fliegen, Mücken, Schmetterlingen und Käfern. Die Spinne baut ihr körbchenförmiges Netz oft in Bodennähe und lauert dort auf vorbeikommende Beute. Sobald ein Insekt in das Netz fliegt und sich verfängt, spürt die Spinne die Vibrationen und eilt herbei, um die Beute mit ihren starken Cheliceren und Giftdrüsen schnell zu töten. Anschließend wird die Beute mit Verdauungsenzymen eingesponnen und langsam verdaut. Die Gelbe Korbnetzspinne ist eine opportunistische Jägerin und frisst auch andere Spinnen, die in ihr Netz geraten. Darüber hinaus sind auch kleinere Wirbeltiere wie Frösche oder Eidechsen gelegentlich in ihrem Beutespektrum zu finden.

Fortpflanzung:

Die Gelbe Korbnetzspinne (Nuctenea umbratica) baut in der Fortpflanzungszeit ein größeres Netz, in das sie einen Eikokon legt. Das Weibchen bewacht den Kokon und verteidigt ihn gegen potenzielle Feinde. Die Jungspinnen schlüpfen im Frühling und wachsen schnell heran, um selbstständig auf Beutefang zu gehen. Die Geschlechtsreife erreichen sie im Spätsommer oder Frühherbst. Die Männchen suchen dann aktiv nach einem Weibchen und signalisieren ihre Bereitschaft zur Paarung durch Vibrationen und Berührungen des Netzes. Nach der Paarung legt das Weibchen einen oder mehrere Eikokons und überlässt die weitere Entwicklung der Jungspinnen der Natur. Die Gelbe Korbnetzspinne ist eine relativ kurzlebige Art und erreicht in der Regel ein Alter von etwa einem Jahr. Die Gelbe Korbnetzspinne (Nuctenea umbratica) ist in ihrem Verbreitungsgebiet nicht bedroht und gilt als häufig vorkommende Art. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres breiten Nahrungsspektrums kann sie in verschiedenen Lebensräumen überleben, solange genügend Beutetiere vorhanden sind und die Umweltbedingungen stabil bleiben. Obwohl die Art nicht direkt von menschlichen Aktivitäten bedroht ist, kann sie indirekt von Veränderungen in ihrem Lebensraum betroffen sein. So können beispielsweise die Abholzung von Wäldern, die Umwandlung von natürlichen Lebensräumen in Agrar- oder Siedlungsflächen oder die Verwendung von Pestiziden zur Reduzierung von Insektenpopulationen die Nahrungsgrundlage der Spinne beeinträchtigen und somit langfristig auch ihre Bestände negativ beeinflussen.

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